Startseite  - Kontakt  - Impressum
Startseite
 

Geschichte unserer Pfarrkirche

Die Pfarrkirche St. Michael liegt im gut ablesbaren alten Stadtkern von Sonthofen, in dem Gelände des 1804 aufgelassenen alten Friedhofs. Vom Kalvarienberg hat man noch heute einen sehr schönen Blick auf den ursprünglichen alten Ortskern.

Die Baugeschichte der Pfarrkirche St. Michael ist geprägt durch die vielen Brände, denen die Kirche im Laufe der Jahrhunderte zum Opfer fiel. Mit dem Anwachsen der Gemeinde erfuhr auch die Pfarrkirche einige bauliche Erweiterungen. So kam es im 15. Jahrhundert zu einer Vergrößerung nach Westen und im 18. Jahrhundert zu einer Erhöhung des Chores und des Langhauses. Eine erneute Verlängerung nach Westen erfolgte Mitte des 18. Jahrhundert.

Der Luftangriff vom 29. April 1945 zerstörte neben der Langhausdecke auch das Turmgeschoss. Die über 400 Jahre alten Glocken zerschmolzen in dem anschließenden Feuer. Unter großen Anstrengungen und Mühen wurde die Pfarrkirche wieder instandgesetzt. Der Neubau des westlichen Vorzeichens im Jahre 1945 war die letzte größere äußerliche Veränderung.

Die Innenrenovierung des Kirchenbaus in den achtziger Jahren dauerte mehrere Jahre. Die heutige Ausmalung aus den Jahren 1988 - 1991 ist eine Arbeit des akademischen Malers Arnulf Heimhofer aus Burgberg. Das Langhaus zeigt Landschaft und Menschen der Gegend. Das ländliche Motiv gibt die Stadt Sonthofen mit ihren Kirchen wieder. Der Schutzpatron St. Michael schwebt über einem Hirtenknaben. Links neben dem heililgen Michael ist Maria und rechts Johannes der Täuferf dargestellt. Einige Deckenfresken zeigen eine starke Farbigkeit und bilden einen geschlossenen Engelszyklus.

1695 ist das frühest bekannte Datum, zu dem eine Orgel in der Pfarrkirche aufgestellt wurde. Die jetzige Orgel ist schon die fünfte in der Geschichte der Pfarrkirche St. Michael. Der Bombenangriff 1945 verursachte erhebliche Schäden, die zwar immer wieder behoben, am Ende aber eine gänzliche Erneuerung erforderte. Im Oktober 1985 konnte die neue Orgel eingeweiht werden.

Kirchturmglocken

Kirchenglocken unserer Pfarrkirche auf YouTube

 

Das Geläute:

Glocke 1: Gefallenen-Glocke, 1956 von Karl Czudnochowsky, C1, 2100 kg, Inschrift: „Wenn ich ertöne, denkt an eure Söhne, die Blut und Leben für euch gegeben!"

Glocke 2: Michaelsglocke, 1946 von Engelbert Gebhard, Es1, 1300 kg, Inschrift: „405 Jahre durft ich künden dieses Wort, im Namen des Stifters Christian v. Stadion damals Bischof v. Augsburg. Nun trag ich es weiter über Land und Leute im Auftrag des Pfarrers und Dekans des Jahres 1946."

Glocke 3: Marienglocke, 1946 von Engelbert Gebhard, F1, 900 kg, Inschrift: Wir wurden gegossen am 22.10.1540 von G. u. A. Löffler aus Innsbruck. Vom Turm geschmolzen am 29.04.1945 durch feindliche Flieger. Neu aus der Erde gehoben am 19.09.1946 von Gebhard aus Kempten." (Bei beiden Glocken verwendet Gebhard sowohl bei den deutschen, als auch bei den lateinischen Inschriften, welche z. T. den Wortlaut der Löfflerinnen wieder geben, gotische Majuskeln u. Minuskeln!)

Glocke 4: Arme-Seelen-Glocke, 1956 von Carl Czudnochowsky, As1, 550 kg, Inschrift: „Die Toten bewein ich, die Lebendigen mahn ich. Wir beide, die größte und kleinste Glocke wurden 1956 gegossen von Karl Czudnochowsky."

weitere Informationen zu den Glocken

Flyer (2012)  "Die Glocken von St. Michael"